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Alles Liebe zum Muttertag | |||||||
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Bin ich wirklich der einzige?
Attenzione: bitte dazu passend das video unten auf start anklicken, dann lesen!
Vorwort
Hier habe ich mal versucht, mich in den Gedankengang eines ganz "normalen" Menschen hineinzuversetzen, versucht auf meine eigene Art und Weise nieder zuschreiben, wie er denkt und handelt. Leider musste ich an Hand dessen einige Tabu's brechen und das nieder schreiben, was sich keiner getraut zu sagen, höchstens getraut zu denken.
Heute, Samstagvormittag; wie Immer gehe ich in die Stadt, um fürs Wochenende einzukaufen. Zuerst mal in den Supermarkt, mein Zeug holen. Verdammt, heute ist wieder mal so gerammelte voll, die Kassenschlangen ellenlang. Was haben denn nur die Anderen an so einem schönen Tag in der Stadt zu suchen. Die Menschen sind wirklich so doof, ausgerechnet dann wegzugehen, wenn die anderen unterwegs sind. Na dann packe ich mal mein Zeugs in den Wagen. An der Kasse, eine Frau mit drei Kindern, sie lärmen und die Frau zetert herum; wie doof kann man denn sein, sich überhaupt Kinder anzuschaffen, und dann auch noch so viele. Und dann bekommen ausgerechnet diese lärmenden Kids von der Kassiererin noch Bonbons; wie doof muss eigentlich der Geschäftsleiter sein, dass er so etwas erlaubt, geht doch vom Gewinn ab. Als ich dann endlich draußen war, beschließe ich, noch ein bisschen spazieren zu gehen. „Oh, da ist Rudolf“. Rudolf ist mein Nachbar, der bei der Stadtreinigung arbeitet, weil er halt so doof ist und nicht mal den Hauptschulabschluss geschafft hat. „Tja, lieber Rudolf, hättest du besser mal in der Schule aufgepasst, dann hättest du auch was G’scheits lernen können“. Und dann auch noch so doof zu sein, heute am Samstag, wo andere frei haben, mit dem Besen den Dreck der Anderen wegzumachen. Irgendwo hakt’s da aus. Aber seine „Alte“, die Helga, die ist auch nicht besser als er, sogar so doof und lässt sich mit einem Ein-Euro-Job vom Arbeitsamt abspeisen. Da hätte ich es aber! Und die doofe Kuh ist sogar ehrenamtlich bei den Tafeln tätig, den Hartz IV Empfängern auch noch Sachen zu verteilen. „Helga, Helga“; für diese Loser würde ich nicht mal den kleinen Finger krumm machen. Aber auch zu Hause ist die nicht besser, denn: wie kann man so doof sein, den Müll zu sortieren, sogar den der Nachbarn. Ob die wohl das vaterländische Verdienstkreuz fürs Müllverwerten bekommen will. Die und ihr Mann, da haben sich wirklich zwei Dumme gesucht und gefunden. Aber Thema beiseite, ich will mir doch net mit Gedanken über so doofe Leute den Tag versauen, außerdem muss ich an mein Herz denken, da darf ich mich halt net so aufregen. Lieber noch ein bisschen schlendern, den schönen Tag genießen. Okay, dann mal kurz an den Grünanlagen vorbei und dann ins Straßencafè. Vor mir läuft so ne Frau mit nem kleinem Kläffer. „Ach nè, will der jetzt etwa…“? Und tatsächlich, die lässt den Hund einfach so in die Anlage scheißen. Versteh net, jetzt nimmt die auch noch ein Tempo aus der Tasche und hebt die Kacke vom Köter auf. Wie doof muss man denn sein, die von der Stadtreinigung kommen eh nächste Woche und machen den Dreck weg. Die sollen ruhig was tun für ihr Geld und sich nicht ständig am Besen festhalten. Für was wird dann Hundesteuer erhoben? Dass die Gemeinde sich Dick und Fett verdient? Und wenn der Bürgermeister rumjammert, dass kein Geld für den Straßenbau da ist, dann soll er von mir aus die Schlaglöcher mit Hundescheiße füllen. Den Kerl habe ich eh gefressen, hat dieser Idiot nicht vor kurzem die Genehmigung für eine Spielstraße vor meinem Haus erteilt, nur weil vor kurzem mal zwei Kinder angefahren worden? Hätten mal besser aufpassen sollen oder deren Eltern mal die Verkehrsregeln beibringen. Sollen die Bälger von mir aus da spielen, wo der Pfeffer wächst. Ich hasse das Geplärre. Also weiter geht’s, nicht dass dann die Bäckerei zu macht. Hmmm, da höre ich doch was feines, Mundharmonikamusik; klingt net mal so übel. Da sitzt so a Penner vorm Schuhgeschäft und rutscht mit seiner Gusche auf seiner verdreckten Mundharmonika herum. Drumrum noch ne ganze Traube Menschen; haben die nichts besseres zu tun, als hier den Landstreichern zu applaudieren?. Aber als der Kerl noch dann mit dem Hut rumgeht und Geld einsammelt, wird’s mir doch zu bunt, mein sauer verdientes Geld so zerlumpten Landstreichern in den Rachen werfen? Soll der sich ne anständige Arbeit suchen und nicht am Wochenende den Leuten die Ohren vollblasen. Ist doch auch nur so ein asoziales Volk, nur schnorren von den anderen. Aber man darf ja so was net laut sagen, dann zerren die einen noch vor den Kadi. Freie Meinungsäusserung in Deutschland? Dass ich da nicht lache. Haben auch nur die Maulkorbgesellschaft. Man muss ja das ganze Lumpenvolk noch in Watte packen, auch noch mit dem Samthandschuh anfassen. Scheiss Deutschland; irgendwann wandere ich noch aus. Langt es net schon, dass wir die Faulenzer vom Osten mit ihrem übersteigerten Selbstbewusstsein bei uns so gut aufgenommen haben, sogar für die Schnorrer Solidaritätszuschlag zahlen. Ein paar Meter weiter, da steht wieder jemand mit ner Sammelbüchse; „Brot für die Welt“ steht drauf. Sagt mal, was ist denn heute los, wollen die alle nur Geld. Bin doch nicht so doof und spende für die Hungerleider da in Afrika und so. Sollen die erstmal ihre Kakerlaken und Käfer auffressen, bevor ich irgend etwas gebe. Langt das nicht, dass unser Staat schon genügend von den Kanaken, Russen Türken und so aufgenommen hat, die sich dann auch noch auf unsere Kosten durchschnorren wollen. Da ich Beamter bin, so habe ich genügend solcher Anträge von diesem Asylantenvolk auf meinem Tisch liegen. Die wollen auch nur das eine von uns, sich kostenlos durchfressen, dann vielleicht auch noch so viel Geld bekommen, dass wir deren Bagage im Ausland noch unterstützen. Und dass unsere Politiker so doof sind, dann auch noch das Geld zum Fenster zu schmeissen, anstatt die in nen Container zu verfrachten und dann: zurück in die Prärie! Deswegen wähle ich nicht mehr, ist eh wurscht, wen man wählt, die machen eh nur was sie wollen. Ich brauche aber trotzdem keine Angst zu haben, als Beamter bin ich eh unkündbar, von mir aus kann gewinnen wer will. Habe meine guten Bezüge, auch nen ruhigen Posten, wo ich auch ungestresst bin. Zukunftsangst wie die anderen, die habe ich nicht. Und die paar Jährchen bis zur Rente sitze ich auf einer Backe ab. Also weiter geht’s. Da stehen ein paar Hippies vor so einem Plakat; neugierig wie ich bin, so schaue ich auch. Tanz mit so ner Beatgruppe. Na das ist doch das Richtige für die Halbgewalkten, bei dem „Yeah, Yeah“ und „Bum, Bum“ wie die Deppen hin und her hüpfen. Da hätte ich wohl besseres zu tun, als mir noch die Ohren kaputt zu machen. Und wie die Halbstarken nun mal so sind, so geben sie sich die Kante, um sich dann wie die geistlosen rumzuprügeln. Nö, nix für mich! Einfach nur ein Haufen Hirnlose. Die Jugendlichen von Heute haben doch auch nur Saufen und Sex im Kopf. Am Besten, Knüppel raus, die alle in einen Sack werfen und drauf! Da schaue ich lieber mal am Theater vorbei, vielleicht haben die was G’scheits im Angebot. Aber auch da am Aushang ist nichts besser, so ein Konzert von Tschaikowski. Da hätte ich es aber, diesen Schmalspursound in mich hineinzuziehen, das Geklimper kann ja einem auf die Nerven gehen. Sind eh nur die arroganten Dummköpfe, die sich selber als Musikkennner bezeichnen, im Frack oder Anzug mit ihren aufgemotzten und halbverwelkten Madams zur Modenschau erscheinen. Ich geh lieber weiter. Da ist sie endlich die Bäckerei. Ich gehe da gerne hin, weil dort eine überdachte Terrasse ist, wo man es gemütlich aushalten kann. Früher bin ich oft mit meinem Kumpel Willi jeden Samstag dort gewesen. Aber seitdem Willi vor zwei Jahren einen Unfall hatte, als er vom Baugerüst gefallen ist, da haben sich unsere Wege getrennt. Immerhin sitzt er von da ab im Rollstuhl, querschnittsgelähmt. Eigentlich ne arme Sau. Und als dann noch seine Alte die Koffer gepackt hat, samt den Kindern abgehauen ist, da ist er noch mehr unten. Aber ist ja sein Problem. Mit der Alten, wahrscheinlich konnte er es ihr wohl net mehr richtig besorgen. „Tja, Willi, hättste mal lieber an der Arbeit aufgepasst und wär’ste mal net vom Gerüst gefallen, dann wärest du bestimmt nicht in dieser beschissenen Situation. Schau halt zu, wie du zurechtkommst, so einen guten Kumpel, wie mich, den bekommst du sowieso nie, nie wieder“. Es ist auch blöd, seit seiner Behinderung neben ihm zu sitzen. Irgendwie ist mir da unwohl, bedrückend, ich schäme mich. Was sollen denn die Anderen von mir denken, wenn ich da mit nem Krüppel rumhänge. An der Theke steht die Uschi. Ich bestelle ein Kännchen Kaffee und eine Mohnschnecke, zücke die Brieftasche, hole nen 50-er raus zum Bezahlen. Dabei schaue ich der Uschi tief in die Augen, sage ihr, dass sie heute wieder blendend ausschaut. Rein taktisch, da, so wie ich Uschi kenne, sie das nervös macht. Meist verzählt sie sich dann vor Aufregung und gibt mehr Wechselgeld als richtig wäre heraus. Sie schaut mich auch immer so an, als ob sie spitz auf mich wäre. Vorletzte Woche waren es sogar 10 Euro. Auch ich kann das Geld gut gebrauchen. Aber Heute hatte sie richtig rausgegeben. Naja, dann: Nächste Woche; „neues Spiel, neues Glück“? Die Hellste ist sie auch nicht, oft zu dumm zum Rechnen. Des einen Pech, des anderen Freud. Ich setze mich erstmal hin, bis Uschi dann mein Zeug bringt. Mit einem süssen Lächeln stellt sie mein Tablett auf den Tisch und schenkt mir sogar Kaffee ein. Und sie ist doch scharf auf mich. Liegt es an meinem blendenden Aussehen oder weil sie weis, dass ich ein sehr gutes Einkommen habe oder weil ich einen sehr guten Charakter habe? Eher an Letzterem. Als sie sich dann umdrehte, dann ist mir richtig schwummrig geworden, sie hat einen Arsch…oh Gott! Da möcht’ ich am liebste mal richtig reinbeissen. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, da habe ich einen enorm hohen Druck in der Hose, den ich aus Vorsichtsgründen dann lieber Zuhause in Ruhe und unter zwei Augen abbaue. Wie gerne würde ich sie jetzt flachlegen, aber…? Sie hat vier Kinder, alle von verschiedenen Vätern, war nie verheiratet. Klar, sie würde alles dafür tun, die Beine noch so weit spreizen, um irgend jemanden ihren vier Bastarden als Papa zu präsentieren. Du, das möchte ich mir lieber nicht antun, vier so Schreihälse mir aufzuhalsen. Man darf ja Heutzutage net mal den Kindern ne Ohrfeige geben oder über’s knie legen, dann wird an noch angezeigt. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden. Früher war’s besser, da herrschte noch Zucht und Ordnung. Ich und so viel Kinder; wie asozial. Da wäre ich ja bei den Kollegen nur Tagesgespräch. Muss net sein. Ich liebe die Ruhe, habe Ruhe an der Arbeit, so will ich es dann auch Zuhause haben. Und auch mir ne Frau anzutun; ich weis nicht. Frauen sind nervig, da muss man da hin und dort hin, vielleicht auch noch deren bucklige Verwandtschaft besuchen und so. Neee, danke, Weiber sind allenfalls zum Haushalt gut oder zur Not auch fürs Bett. Mehr nicht! Soll sie lieber die Kinder in ein Heim abgeben, da hat sie mehr vom Leben. Kinder sind doch höchstens dazu gut, später mal die Rente zu verdienen, obwohl, wenn ich mir die heutige Jugend anschaue, da sehe ich doch schwarz. Wenn ich schon ihre Kinder sehe, dann kommts mir doch hoch, in so billigen KIK Klamotten oder Deichmannschuhen. Dass sie sich nicht schämt, so einen Schund den Kids zu geben. Hatte auch schon mal Lust gehabt, die Uschi, wenn auch nur für eine Nacht zu verführen, aber dann hat doch der Verstand gesiegt. Das Problem wäre, sie wieder loszuwerden Sie würde dies bestimmt als Ernst ansehen, und auch denken, dass ich sie heirate. Dumme Menschen sind die gefährlichsten. Auch sie, denn wer für 5 Euro 30 die Stunde arbeitet, der ist wirklich nicht richtig im Kopf, läuft neben der Mütze. Vielleicht würde sie dann Tag und Nacht hinter mir her rennen, mich stalken. Dumm dann auch, wenn das die anderen erfahren, immerhin habe ich einen guten Ruf als anständiger und ehrlicher Mensch; und den will ich auch nicht verlieren. Naja, will mir auch keinen Kopf mehr drum machen, möchte lieber die Aussicht Geniessen und in Ruhe meinen Kaffee schlürfen. Ausserdem, die Uschi würde mir nie weglaufen, denn ich wüsste keinen, der so doof wäre, sie zu nehmen. So, aber Thema beiseite, will noch den Rest meines Kaffee’s geniessen, etwas hin und herschauen. Macht mir doch Spass, zuzusehen, wie die Menschen planlos wie die Angestochenen umher hetzen. Viel interessanter. Lieber schaue ich bei dem Unfall hin, wo gerade ein Radfahrer von einem Autofahrer aufgegabelt wurde. Da kann ich nur mit’m Kopf schütteln, wie blöd sich doch die Menschen beim Fahren manchmal anstellen. Und dann auch noch die Frau, die erste Hilfe leistet, so dumm. Oh Gott, die dumme Pute weis wohl nicht einmal, wie eine stabile Seitenlage gemacht wird. Langsam wird’s mir zu bunt.Irgendwie fühle ich mich heute von so viel Dummheit umgeben, dass ich doch gehe. Gibt es überhaupt noch normale Menschen auf dieser Welt? Oder bin ich der Einzige!
Schnappe mir meine Einkaufstasche, ab nach Hause! Besser ich lese meine BILD und schaue den Komödienstadl, das ist wenigstens auf meiner Niveauebene!
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…dieser Slogan, welcher anno 1989 sooo aktuell war, hat sich aber in den letzten gut 20 Jahren zu einem Unwort höchsten Grades entwickelt. Oh wie groß war der Jubel, wie hoch die Freudentänze, als die Grenzöffnung verkündet worden ist?
Und Jetzt? Man zerfleischt sich gegenseitig. Galt damals die Mauer als unüberwindlich, so wurde nach deren Abriss eine neue Mauer gebaut, noch viel höher und viel dicker, optisch zwar unsichtbar, aber noch unüberwindlicher als die Alte, weil diese mit unserer bornierten und geistig beschränkten Denkensweise aufgebaut wurde.
Wer hat denn eigentlich von der Grenzöffnung profitiert? Die einfachen Leute, die sich wegen der Einheit streiten? Am wenigsten! Denn diejenigen, die für den Mauerfall auf die Strasse gegangen sind und überlaut „Stasi in die Produktion “ herumschrieen, die sind ja grösstenteils noch auf der Strasse(Hartz IV).
Profiteure waren doch vor allem die alten „Machenschaften“ aus Partei und Geheimdienst im Osten sowie grösstenteils „Subventionenabsahner“ aus dem Westen. Oft waren auch DDR-Spitze und die Politik aus dem Westen miteinander verquickt(Z.B. Strauss --- Schalck-Golodkowski). Die Hauptprofiteure bekommen bestimmt jedes Mal vor Belustigung einen Orgasmus, wenn die „überschlauen“ Dummköpfe sowohl aus Ost als auch West sich in Grund und Boden diskutieren. Genussvoll und schadenfroh die Hände reibend verfolgen sie vom Pool ihrer Villa aus diese „niveauvollen“ Debatten in Press
e und Rundfunk. Die Einheit hatte für sie ja gute Seiten!
Ich selber stamme aus der DDR, bin aber nach dem „Westen“ ausgewandert, weil damals(1990) dort noch ein Facharbeitermangel herrschte. Das Wort „Entwicklungshilfe“ möchte ich lieber nicht erwähnen, ich laufe ansonsten Gefahr, dass mir einige dann an die Gurgel wollen. Anfangs war ich wirklich stolz darauf im Westen zu sein, die Delikatessen in mich hineinzuschieben dürfen, die mir damals in der DDR aus Devisengründen vorenthalten wurden. Ich dachte, dass man schnell integriert wird. Aber: Pustekuchen. Die Leute hier waren sehr skeptisch über die „Neuwessis“. Sehr schwer Kontakte zu finden. Aber schon bei den ersten Diskussionen stellte sich auch heraus, warum. Die Leute im Osten sind faul, kosten dem Staat einen Haufen Geld, bekommen Rente obwohl diese nie in die Rentenkasse einzahlten...und, und, und...die Liste wäre ellenlang.
Die Krone dessen war, dass die Leute im Westen mehr als ich über den Osten wussten. Sachen, von denen ich noch nie erfahren hatte. Klar, im Westen hatte man die effiziente „Hören-Sagen-Methode“ der Informationsbeschaffung. Da staunte ich, wie fortschrittlich doch die Wessis waren. Ich schämte mich wirklich meiner Unwissenheit, glaubte langsam daran, dass ich in den gut 30 Jahren in der DDR im Koma gelegen hatte, und dadurch so wenig mitbekommen haben. Da ich dadurch gegenüber Wessis beim Diskussionsthema DDR informelle Defizite hatte, keiner Diskussion verbal standhalten konnte, so zog ich lieber von Dannen, damit die mir meine Unwissenheit über den Osten nicht anmerkten. Der Intelligenzquotient der Leute im Westen war dank BILD doch viel höher als derer im Osten. Aber da es auch schon seit über 20 Jahren die BILD in Ost-Germany zu erwerben gibt, haben sich die “Ossis” auch geistig dem Westen angepasst. Schon das allein zeigt die hervorragende Anpassungsfähigkeit der Ostler.
Und die Leute im Osten? Waren sie auch so abweisend? Nein! Sie empfingen nach der Grenzöffnung die Leute aus dem Westen mit offenen Armen. Warum sollten sie auch den Wessis misstrauen, denn bekanntlich war/ist ja im Westen alles besser, demzufolge müssen die Wessis auch die besseren Menschen sein. In ihrer Naivität(ich möchte das Wort Dummheit aus Pietätsgründen ausklammern) haben sie zig Versicherungsverträge abgeschlossen, einen Staubsauger nach dem anderen von den „klinkenputzenden“ Händlern erworben und sich auch noch einen dicken Kredit aufs Auge drücken lassen. Immerhin sollten die „Gönner“ aus dem Westen nicht enttäuscht werden, man wollte ja auch zu ihnen gehören, ihre Freunde sein. Sie wollten ja auch Deutsche werden. Die Ossis konnten dann von nun ab auch laut des bundesdeutschen Grundgesetzes die Reisefreiheit genießen, Zeit haben sie ja dazu, denn auf Grund der „Umstrukturierung“ der ostdeutschen Wirtschaft nach der Wende haben sie genügend Zeit, brauchen auf Grund der „Wegrationalisierung“ ihrer Arbeitsplätze nicht mehr zu arbeiten, können sich endlich auf den Lorbeeren ihres Erfolges der deutschen Einheit ausruhen. Das alles mittels Hartz IV. Ist doch lieb von den Wessis, dass diese nicht nur für die Ossis mitdenken, sondern auch mitarbeiten.
Und jetzt? Zwanzig Jahre nach der Einheit? Rennen wir immer noch mit der Schublade vor dem Kopf herum? Doch die Mauern wieder hochziehen, damit der dummen Streiterei endlich ein Ende ist?
Auch ich weis, dass die fleißigen Wessis die besseren Menschen sind, weil sie sehr viel arbeiten, demzufolge auch viel Steuern zahlen. Und die faulen Ossis? ...leben immer noch auf der Tasche des Staates. Entweder durch Hartz IV oder staatliche Zuschläge, weil trotz „großzügiger“ Entlohnung seitens der Zeitarbeitsfirmen mit geld nicht wirtschaften/haushalten können. Nur eines bedenken die Wessis nicht, dass die Ossis mittlerweile auch die zahlenmäßig stärkste Ausländergruppe in Deutschland sind. Haben es sogar als Minderheit geschafft, eine der Ihren als Bundeskanzlerin dem Westen unterzujubeln. Zugegeben: auch wenn’s nicht gerade die erste Wahl ist, aber zumindest können die Ossis stolz darauf sein, eine der Ihren als Regierungschefin von ganz Deutschland zu haben.
Deutschland einig Vaterland? Dann wären die Debatten ja überflüssig!!! Also doch nicht???
Mein ehemaliger Spieß von der Armee würde diesbezüglich zu jedem sagen:„Soldat, gehen Sie in sich“!

Ohne Kulanz geht nichts oder Life is Life
Auch wenn man älter ist, so muss man nicht alleine bleiben. Vor etwa drei Jahren entschloss ich mich wieder mal den Gang zum Standesamt zu wagen. Immerhin war ich es leid, ständig zu kochen, waschen und bügeln. Dafür hat Gott doch die Frauen geschaffen. Nicht Zärtlichkeit, Geborgenheit oder auch Liebe sollten der Maßstab für eine funktionierende Partnerschaft sein, Effizienz ist eher gefragt. Ob sie nun Tageslichttauglich ist, das war mir sozusagen wurscht, wichtiger ist eben, dass sie sehr versiert in Haushaltsangelegenheiten ist. Und wenn der Zweck die Mittel heiligen sollte, dann sollte man auch nicht so wählerisch sein. Klar, so ein junges knackiges Ding wäre mir schon lieber, aber auf Grund meiner Einkommensverhältnisse, da kann ich keine Ansprüche stellen, man muss halt nehmen, was man so kriegt. Objektiv gesehen; das Selbe wie mit den Autos, wenn man wenig investiert, dann kriegt man eben auch nur ne verbeulte Schrottkarre.
Dann ging es relativ schnell, ne Annonce in der Zeitung; zwar nur eine Zuschrift bekommen, aber ich hatte wenigstens nicht die Qual der Wahl. So lernte ich also Heidrun kennen. Aussehensmäßig schon gewöhnungsbedürftig, weil auch bei ihr das Alter optische Spuren hinterlassen hatte. Aber, da ich nicht nur das Talent habe ein Auge zuzudrücken, sondern auch beide zudrücken kann, so habe ich beschlossen, meiner Suche ein Ende zu bereiten, und mich halt an sie zu gewöhnen. Immerhin bin ich hart im Nehmen; vor allem als in der ersten gemeinsamen Nacht sich ihr Leibesumfang nahezu verdoppelte, nachdem ich ihr hautfarbenes Mieder mit Mühe und Not runterkriegte. Und dass ihre Brüste nur so schlaff herunterhängen, habe ich auch nicht moniert, immerhin steht bei mir ja auch nicht immer alles.
Mittlerweile sind doch schon drei Jahre rum, man hat sich irgendwie schon aneinander gewöhnt, obwohl vieles für mich immer noch gewöhnungsbedürftig ist. Auch das Zeitunglesen auf dem Klo habe ich mir schon abgewöhnt, immerhin scheint das Bad ihre Lieblingsstätte zu sein. Ich weiß nicht, wie man stundenlang vorm Spiegel stehen kann, jede einzelne Falte zuzuspachteln; mir wäre das wohl zuviel. Alte Frauen haben eben Falten, na und? Ein frisch gepflügter Acker sieht doch auch net anders aus. Diese verdammte Eitelkeit. Das schlimmste ist, dass jedes Mal nachdem sie gebadet hatte, meine Rasierklingen stumpf waren. Und jedes Mal, wenn sie dann nach ihrer Schönheitsreparatur aus dem Bad kommt, dann muss ich sie bewundern, ihr halt sagen, dass sie toll ausschaut, begehrenswert ist, …blablabla. Eigentlich hatte sie kurz vor der Hochzeit von mir das Versprechen abverlangt, dass ich immer ehrlich zu ihr bin, aber wie dieses Versprechen einhalten? Ich kann ihr doch nicht ins Gesicht sagen, dass sie trotz aufwendigen Faltenverfugens hässlich ist. Weiber eben! Aber sie erledigt hauptsächlich ihre Arbeit, sie kocht, putzt und wäscht, und das ohne Murren. Nur eben mit dem Kochen, ich musste mich total umgewöhnen, es gibt immer mehr Speisen mit Gemüse, und demzufolge mit weniger Fleisch. Das sei gesund; sagt sie. Naja, eh ich da herummeckere und der Haussegen schief hängt, da sage ich lieber nix, gehe ab und an zum Metzger; Schnitzelbrötchen holen. Irgendwie muss ich doch mein körperliches Proteindefizit ausgleichen. Gesundheitsbewusstes Essen nennt sie das, ich meine eher, eine rückwirkend evolutionäre Entwicklung zum Hasen. Aber dafür ist meine Wäsche ordentlich gebügelt im Schrank gestapelt. Abends, wenn ich in Ruhe Fernsehen schauen will, dann setzt sie sich neben mich, plappert mich mit irgend sinnlosem Kram voll, den sie von der Nachbarin gehört hatte. Und dann will sie in den Arm genommen werden und schmusen. Schlimm! In diesem Moment glaube ich, dass ich eher einen Dackel geheiratet habe als eine Frau; so wie sie mich abschleckt. Richtig nass; Uah! Und dann versichert sie mir jedes Mal, dass ich viel besser als ihr „Ex“ bin, weil ich keinen Alkohol trinke. Eigentlich wäre es schon ein Grund, bei dieser Frau mit dem trinken anzufangen, dann ist das Leben mit ihr auch viel erträglicher. Kann wirklich mit ihrem Ex mitfühlen, dass er dem Alkohol verfallen ist, sich oft die Kante gegeben hatte. Am liebsten würde ich ihr ein Kind andrehen, damit ich wenigstens etwas entlastet bin. Dann wäre sie wenigstens abends so müde, dass ich in Ruhe die Sportschau sehen kann. Tja, Kinder gebären; leider ist sie schon zu alt dafür. Selbst die biologische Uhr der Weiblichkeit hat sich gegen mich verschworen. Neulich, als wir in der Stadt waren, wo ich wie immer ihr die Taschen hinterher tragen muss, musste ich sogar mit ins Modehaus, weil sie meinen Rat brauchte. Als sie ein Kleid probierte, wo schon die Nähte durch ihre Schwimmringe bis aufs äußerste strapaziert waren, und ich ihr sagte, dass es doch besser wäre, eine Nummer größer zu nehmen; ohweh, das Donnerwetter. Ich hätte keinen Geschmack, keine Ahnung und so. Am liebsten hätte ich ihr gerne erwidert, dass ich keinen Geschmack habe, da ich sie genommen habe, aber um des lieben Friedens willen habe ich mir es
verkneift, denn dann kann ich das Gekeife noch monatelang anhören und kriege es die nächsten 20 Jahre aufs Brot geschmiert. Aber ich möchte sie halt nicht verlieren, immerhin so eine Dumme, die alles für mich tut, die finde ich wohl nicht wieder. Denke, jeder der logisch denkt, der muss mir beipflichten, dass eine Frau, die sowohl dumm als auch hässlich ist, die beste Partie ist. Einer dummen Frau kann man alles erzählen, und die glaubt einem. Und wenn sie dazu noch hässlich ist, dann braucht man keine Angst zu haben, dass ein anderer sie begehrt. Was soll ich denn mit einer intelligenten Schönheit? Als Dekorationsobjekt schön und gut, aber dann kann ich gewiss sein, dass ich dann putze und koche. Dann würde aber meine Bequemlichkeit viel zu kurz kommen. Neee, Danke; ich bleibe dann lieber bei meiner Heidrun, die wäscht, bügelt und kocht für mich, auf deutsch: sie verwöhnt mich. Besser kann ich es doch auch nicht haben. Klar, es hat auch weniger positive Nebenerscheinungen, aber da muss man eben durch, zimperlich darf man da nicht gerade sein. Ich brauch nur an Morgen zu denken, da ist unser gemeinsamer Intimsphärentag; jeden Samstag nach dem Baden. Zuerst muss ich in die Wanne, dann ist sie dran. In der Zwischenzeit darf ich schon mal die Chips aus der
Speisekammer holen, eine Kerze auf dem Wohnzimmertisch anzünden, damit sie es romantisch hat. Dann kommt natürlich ihr großer Auftritt, wahrscheinlich als Fruchtbarkeitstanz gemeint, oder soll es mich sexuell stimulieren, wenn sie bei ihrer Körpermasse im Takt hin und her watschelt. Oben herum duftet sie wohlwollend nach 4711 Kölnisch Wasser, allerdings abwärts setzt sich immer mehr der Duft meiner billigen Rasierseife durch. Dazu noch ihr absolutes Outfit. Ein durchsichtiges Negligé und Strapse. Ich meine, die Kleidung ist schon sexy, aber in der Kombination mit Heidrun alles anders als berauschend. Zumindest bin ich immer auch froh, wenn sie diese hässlichen Lockenwickler abgelegt hat. Ich erinnere mich immer an die Fernsehbeiträge der „Stiftung Warentest“, wenn diese von Mogelpackungen sprechen. Da sollten die lieber mal einen Bericht über Heidrun in Dessous machen, denn das macht dem Begriff „Mogelpackung“ wirklich alle Ehre. Aber auch ich bin vorbereitet, damit ich dieses überstehe. Da ich sowieso auf Grund meiner Bandscheibenschmerzen auf Medikamente angewiesen bin, so habe ich mich immer am Wochenende auf Opiate umgestellt. Die doppelte Dosis, und schon bin ich in einem Rauschzustand, wo mir alles egal ist. Aber dieses Medikament unterstützt mich, meinen „ehelichen Pflichten“ Heidrun gegenüber nachzukommen, ohne dass ich dem Erbrechen nahe bin. Also: „Augen zu und Durch“. Wenn man schon ordentlich gebügelte Wäsche im Schrank haben will, dann darf man auch nicht zimperlich bei Gegenleistungen sein.
Das Leben ist halt kein Zuckerschlecken!